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Ostsee-Tagebuch

Tag 6: Wilde Fahrt

Veröffentlicht: Montag, 10.08.2020
Autor: Maxi Schindel

von Maxi Schindel

An diesem schon früh warmen und dementsprechend stark besuchten Wachdonnerstag kehrte unser Wachleiter Uwe von einem Arztbesuch aufgrund seines gestrigen Unfalls zurück, als der Rest der Wachmannschaft erst am Frühstückstisch saß. Gestärkt wurde nun die Hauptwache bereitgemacht, und da ein Grillabend auf dem heutigen Tagesplan stand, musste Sebi sich auf dem Weg zu einem nahegelegenen Supermarkt machen. Dabei musste der Einkauf gleichermaßen Wünschen von Veganern, Omnivoren, Vegetariern und Pescetariern gerecht werden.

Währenddessen wurde auf der Hauptwache die erste Bootsfahr in diesem Jahr eingeleitet und das obwohl unser Bootsführer Uwe bekannterweise einen verletzten Fuß hat. Als wäre dieses Handicap noch nicht herausfordernd genug, handelt es sich bei dem diesjährigen Boot um ein neues IRB, welches viel Einsatz von sowohl dem Bootsführer als auch dem Bootsgast verlangt. Glücklicherweise konnten Lili, Paula und Aline mit ihrer, bei ihrem Wachdienst in Großenbrode erlangten Erfahrung mit dem schnellen Rettungsgefährt, glänzen und konnten bei der Steuerung behilflich sein.

Kurz nach dieser kurzen Spritztour mit dem Boot wurden auch schon die Türme besetzt, um von dort aus den wegen der Hitze schon morgens prallgefüllten Strand zu bewachen.

Durch den starken Besucherandrang suchten natürlich auch einige Badegäste Hilfe bei der jeweils präsenten Besatzung. Dabei wurden an diesem Tag auffallend oft unter Wespenstichen Leidende und somit Fenistilsuchende gemeldet. Dies und weitere leichte Erste Hilfe Fälle wurden jedoch von einem etwas größeren Einsatz an Turm 1 in den Hintergrund gerückt: Eine Frau mit Kreislaufproblemen schaffte es nicht mehr zu ihrem Auto, weshalb unser Sanitäter Sebi sie mithilfe unseres DLRG Busses zu ihrem Fahrzeug geleitete. Dieses Engagement lohnte sich gleich doppelt, denn eine großzügige Spende ließ nicht lange auf sich warten.

Gegen Ende des Wachtages bekamen wir zudem hohen Besuch aus Fehmarn: Ihnke schaute vorbei und freute sich auf den anstehenden gemeinsamen Grillabend.

Dementsprechend bemerkte auch sie, als der von der DLRG bereitgestellte Strandrollstuhl plötzlich verschwunden war, als er einer Frau helfen sollte wieder nach Hause zu kommen. Um so schnell es ging Abhilfe zu schaffen, improvisierte Dan und trug die Frau eigenhändig mithilfe seiner bloßen Muskelkraft wieder vom Strand. Doch trotzdem musste der Dieb gefunden werden, weshalb mit geballter Kraft und allen vier vorhandenen Ferngläser nach dem gesuchten Objekt gefahndet wurde. Als dieses letztendlich gesichtet wurde, musste Dan die von ihrem Vergehen nichts ahnenden Strandbesucher mit ihrer Übeltat konfrontieren. Mit Reue und Verständnis brachten sie den Strandrollstuhl wieder zurück an seinen rechtmäßigen Platz.

Nun freuten sich alle darauf ihre leeren, knurrenden Mägen mit Grillgut zu füllen.

Zufriedengestellt, da gesättigt, verließ uns Ihnke nach dem Grillen wieder, jedoch im Wissen, das sie schon bald wiederkehren werde.

Um den Tag ausklingen zu lassen, entschloss sich unsere Wachmannschaft dazu der benachbarten DLRG Besatzung in Hohwacht einen kurzen Besuch abzustatten. Nach einem kurzen Beschnuppern wurde deutlich, dass unsere Kollegen lieber ins Land der Träume reisen wollten, weshalb wir wieder aufbrachen und einen Spaziergang durch das anliegende Naturschutzgebiet vollzogen, bei welchem auch zahlreiche Sternschnuppen gesichtet wurden.

Da unser Erlebnispensum an diesem Tag noch nicht erreicht wurde, entschlossen wir uns dazu unseren Strand in der vom vollen Mond und Sternschnuppen erleuchteten Nacht einen Besuch abzustatten. Dabei wurden wir von leuchtenden Quallen, die sich später als Rippenquallen oder auch Meereswalnüsse herausstellen sollten, verzaubert, denn diese erhellten in Kombination mit einem sternenklaren Himmel die Bucht. Fasziniert von den Wundern der Ostsee begaben wir uns nun glücklich und noch etwas nass ins Bett.

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