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Ostseetagebuch 2021 - Tag 15

Veröffentlicht: Samstag, 28.08.2021
Autor: Manuel Rhode

Veisalgia

Der Abreisemorgen kam für viele viel früher als geschätzt und gehofft. Damit ist aber nun nicht der Tag an sich gemeint, sondern tatsächlich die Uhrzeit. Diese bösen 8:00Uhr….. oder 8:05, 8:10, 8:15….…. ach Uhrzeiten sind ja nun auch schwer…….

So zeigte sich irgendwann zu den oben genannten Zeiten eine doch recht rampunierte Mannschaft an einem mehr oder weniger reichhaltig gedeckten Tisch, welcher dann auch mehr oder weniger reichhaltig blieb. Essen war zu dem Zeitpunkt doch recht anstrengend. Nach einem ruhigen, sehr ruhigen, wirklich verdammt ruhigen Frühstück wurde die Unterkunft noch komplett geputzt und die Sachen ins Auto geladen. 2 Kollegen der neuen Mannschaft waren auch bereits da und Standen. Joa mehr kann man nicht sagen, sie Standen halt. Wir machten schnellstmöglich die Unterkunft fertig, damit die Kollegen sich nach ihrer anstrengenden Fahrt noch ein wenig hinlegen konnten bevor wir die Wache an sie übergeben konnten. Dies nahmen die Kollegen auch freudig zu Kenntnis und reagierten mit ausdauerndem Stehen…. In der Garage…..

Gegen 11 Uhr bezogen die neuen Kollegen dann die Unterkunft und wir bewachten noch ein wenig die Wache oder den Strand. Dieser war menschenleer und bei starkem Wellengang mit Windstärke bis 7 wurde tatsächlich das erste Mal in den zwei Wochen die rote Flagge gehisst.

Da nun das aufmerksame Beobachten von nassem Sand nicht sonderlich viel Expertise bedarf, wurde auf der Wache noch ein wenig gemütlich gelegen und sich von dem bösen Frühstück erholt, wobei hier wieder die Uhrzeit gemeint ist. Der ein oder andere füllte auf die ein oder andere Art und Weise seine dem Körper in der letzten Nacht verlorengegangenen Flüssigkeitsreserven wieder auf. Gegen Mittag wurden wir dann von den Kollegen komplett abgelöst und konnten die Heimreise antreten.

Und wie die letzten Jahre zuvor möchte ich auch hier wieder über diese Mannschaft ein zusammenfassendes Statement abgeben. Ich durfte dieses Jahr das 3. Mal mit dieser Truppe an die Küste fahren und der zuständige Wachleiter sein und wie die Jahre zuvor war es wieder einmalig. Neben der wahnsinnig positiven Entwicklung ist diese Truppe mittlerweile ein extrem gut eingespieltes Team. Wie sagte eine Kollegin der Mannschaft treffend, eigentlich braucht man mich als Wachleiter nichtmehr. Die meiste Zeit waren meine Anweisungen bereits umgesetzt noch bevor ich was sagen konnte, was den täglichen Ablauf im Wachalltag angeht. Das Aufräumen der Wache am Ende eines jeden Tages beispielsweise läuft mittlerweile innerhalb von 15 min. Früher waren hier gerne 30-40min notwendig. Ebenfalls fand ich immer wieder sehr beindruckend wie schnell diese Mannschaft einsatzbereit ist. Auch wenn im hinteren Teil der Wache gerne gespielt, geschlafen oder auch vor der Wache mit SpikeBall gespielt wurde, konnte ich diese nie mit einer plötzlichen Einsatzübung aus der Fassung bringen. Bei allen Übungen konnte die Person im Wasser innerhalb von 90-120 Sekunden gesichert werden. Eine für mich extrem beeindruckende Leistung, auch aus kompletter Ruhe oder sogar aus dem Schlaf einiger Wachgänger heraus. Es macht einfach Spaß und gibt mir in der Wachleiterfunktion ein sehr beruhigendes Gefühl zu Wissen, dass man eine Mannschaft hat, welche im Ernstfall sofort da ist und sehr gute Leistung bringt. Ich hoffe (auch wenn sie mich ja nicht mehr brauchen), dass ich noch weiter mit dieser tollen Truppe an die Küste fahren darf. Es macht wirklich Spaß. Der Zusammenhalt hat mich auch dieses Jahr wieder sehr beindruckt. Als halbe Wache wegen schlechtem Wetter angeboten wurde ( 50% der Mannschaft könnte in der Unterkunft bleiben und machen was sie wollen) sind dennoch alle zusammen zur Wache gegangen, weil man eben gemeinsam sein wollte. Richtig beeindruckend. Ich habe es dann im Folgenden aufgegeben der Truppe halbe Wache anzubieten. Ebenfalls wurde ein Kollege aus Koblenz, welcher uns dieses Jahr begleitet hat sofort komplett in die Gruppe integriert. Er hat quasi nun seinen Inventarstempel bekommen und wird hoffentlich die nächsten Jahre auch uns auf der Wache begleiten.

Die gute Stimmung und der Spaß an diesen zwei Wochen blieb die ganze Zeit bestehen und hat scheinbar einen Kollegen der Nachbarmannschaft so imponiert, dass dieser sich häufiger zu uns verirrt hat, oder lag es vielleicht doch an unseren sehr ansehnlichen Rettungsschwimmerinnen…… wir werden es nie erfahren.

Die Termine für nächstes Jahr stehen schon und wir alle hoffen wieder zusammen zur Küste zu können, doch alle sind nun schon älter geworden und Urlaub zu bekommen wird zunehmend schwieriger. Hoffen wir das Beste. Auch hoffen wir natürlich auf Nachwuchs für die Küste.

In diesem Sinne vielen Dank liebe Gruppe Vallendar. Ihr seid toll.

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